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Elektro Mitsubishi ist der König des Ampelspurts
Ein Projekt mit Zukunft: der i-MiEV ist das erste Elektroauto, das in Großserie geht. Statt des 0,7 Liter großen Dreizylinders mit 67 PS sitzt dann unter dem Kofferraumboden ein gleich starker Elektromotor, dessen Drehmoment mit 180 Newtonmetern aber fast doppelt so hoch ist wie beim Benziner. Und weil diese Kraft, wie es typisch ist für Elektromotoren, mit der ersten Umdrehung zur Verfügung steht, ist der i-MiEV König des Ampelspurts. Er hat so viel Kraft, dass die Ingenieure einen Sparmodus eingebaut haben. „Legt man den Getriebehebel auf 'Eco', stehen nur noch 25 statt 67 PS zur Verfügung“, sagt Harald Rataiski, der im Entwicklungszentrum in Trebur bei Frankfurt das europäische Testprogramm leitet. Dann fährt der Viersitzer zwar wie mit angezogener Handbremse, schwimmt im Stadtverkehr aber noch immer locker mit. „Dafür wächst so die Reichweite je nach Fahrstil um zehn bis zwanzig Prozent.“ Auch ohne diese freiwillige Selbstbeschränkung ist der i-MiEV alltagstauglich: Die 88 Akkuzellen von der Größe jeweils einer Videokassette, die in einem stabilen Rahmen unter dem Wagenboden verstaut sind, speichern 16 Kilowattstunden Strom, mit denen der i-MiEV im Normzyklus fast 150 Kilometer weit kommt. Je mehr man bremst oder bergab fährt, desto größer wird der Aktionsradius. Dann wird der Motor zum Generator, die Cockpit-Anzeige wechselt in den grünen Bereich für sparsames Fahren oder zeigt in Blau an, dass der Akku geladen wird – die Leuchtpunkte der Tankuhr füllen sich wieder. Bevor dem i-MiEV der Saft ausgeht, gibt es „eine eiserne Reserve“, wie Rataiski sagt. Im Cockpit leuchtet eine Schildkröte auf, und im Kriechgang geht es weiter. „Drei, vier Kilometer sind dann noch drin“ – vielleicht schafft man es so bis zur nächsten Steckdose.
Bei der deutschen Zentrale riefen fast täglich Interessenten an, die den Wagen sofort bestellen wollen. Sie reizt neben dem abgasfreien Fahren auch der niedrige Kraftstoffpreis. „Selbst wenn man einen teuren Stromtarif hat und mit 20 Cent pro Kilowattstunde kalkuliert, kann man für gut drei Euro volltanken“, sagt Techniker Rataiski. Allerdings sagt noch niemand, was der Wagen in Europa kosten wird. Einen politischen, also stark subventionierten Preis kann sich Mitsubishi offenbar nicht leisten: In Japan ist der i-MiEV dreimal teurer als der stärkste Benziner. |
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